Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe erlebt?

Die Gratismaskenabgabe im Dezember und Anfang des Jahres hat die Apotheken gefordert. Wie ist Ihr Team damit zurecht gekommen, wie haben Sie die Abgabe organisiert und wie haben Ihre Kunden reagiert? Wir haben mehrere ApothekenleiterInnen aus dem Vorstand des Treuhand-Verbandes gefragt.

Interview mit Dr. Lars Ruwisch, Hirsch-Apotheke am Markt in Lage

Wie haben Sie als Apothekeninhaber die Gratismaskenabgabe im Dezember 2020 in Ihrer Apotheke erlebt?
Die Abgabe der drei Gratismasken im Dezember hat uns als Apothekenteam nach einem bereits sehr fordernden Jahr 2020 im Dezember insbesondere aufgrund der Kurzfristigkeit noch einmal sehr stark gefordert. Innerhalb von wenigen Tagen haben wir bei einem bekannten Anbieter kurzfristig eine fünfstellige Anzahl von qualitativ hochwertigen Masken geordert, bei einer Druckerei Anleitungen drucken lassen und in der Familie abends Maskentüten gepackt. Die eigentliche Abgabe in und vor der Apotheke hat dann trotz erheblicher Wartezeiten während der ersten drei Tage vor der Apotheke insgesamt sehr geordnet und mit viel Verständnis auf allen Seiten statt gefunden. Es war erneut schön zu sehen, dass wir in unseren Apotheken Dinge kurzfristig umsetzen können, wenn wir als Team gemeinsam an einem Strang ziehen.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Dezember bezüglich Bestellungen, Nachbestellungen und Abgabe organisiert?
Wir haben mit einigen Kollegen gemeinsam eine größere Menge aufgrund der durch uns versorgten Personen kalkuliert und bestellt. Um unabhängig von den um die Weihnachtszeit schwierig kalkulierbaren Lieferzeiten zu sein, hat dieser Lieferant uns fünf Kollegen dann direkt per LKW angefahren und beliefert. So waren wir zu jeder Zeit voll lieferfähig.

Wie haben Sie die Kunden in dieser Zeit wahrgenommen? Gab es besondere Erlebnisse?
Die Kunden haben sehr geduldig und verständnisvoll reagiert, wenn sie einmal einige Minuten warten mussten. Viele haben uns für die unkomplizierte Handhabung gelobt, viele haben sich aber auch sehr kritisch über die teilweise planlos anmutenden Vorgaben der Politik geäußert.

Wie haben Ihre MitarbeiterInnen die Maskenabgabe erlebt?
Es war für uns alle eine neue Situation, dass wir in den ersten Tagen nahezu durchgehend über zwölf Stunden wartende Personen vor der Apotheke hatten! Durch eine gute Strukturierung der Abgabe und akzeptable Witterungsbedingungen hat es insgesamt gut geklappt. Gegen Abend waren wir zwar alle erschöpft, aber durchaus zufrieden mit dem Geleisteten – denn neben der Maskenabgabe galt es natürlich auch, unsere eigentlichen Aufgaben weiter bestmöglich wahrzunehmen.

Gab es Auseinandersetzungen mit anderen Apotheken?
Nein. Im direkten Umfeld haben sich alle nach besten Kräften an der Ausgabe beteiligt. Aber natürlich gab es auch im erweiterten Umfeld einige Kollegen, die sich in den wenigen Tagen vor dem 15. Dezember 2020 nicht ausreichend bevorraten konnten oder wollten.

Wie viele Masken haben Sie durchschnittlich im Dezember 2020 herausgegeben?
Wir haben je nach Apotheke zwischen 2000 und 3000 Personen versorgt.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Januar/ Februar 2021 organisiert?
Für meine Hauptapotheke mit einer eher kleinen Offizin haben wir eine Weihnachtsmarkthütte vom Stadtmarketingverein gemietet und vor den Eingangsbereich gestellt. Dort wollten wir die reine Maskenabgabe durchführen, falls es erneut zu einem starken Ansturm kommen sollte. Durch die zeitlich verzögerte und gestaffelte Versendung der Coupons haben wir die Weihnachtsmarkthütte bislang jedoch nicht öffnen müssen.

Sind im Januar/ Februar weniger Kunden als im Dezember wegen einer Gratismaske zu Ihnen gekommen?
Ja, bislang sind weniger Kunden als erwartet gekommen. Ob das an den zwei Euro lag oder ob die verzögerte Versendung der Coupons dafür ursächlich ist, wird sich sicherlich in den kommenden Wochen zeigen.

Erwarten Sie im Zuge einer FFP2-Maskenpflicht steigende Maskenabgaben im Februar/ März?
In den ersten Tagen nach Inkrafttreten der Maskenpflicht für OP- oder FFP2-Masken haben wir nur eine leichte Steigerung der regulären Abgabemengen in den Apotheken verzeichnen können. Es sind allerdings verschiedene Personen und Institutionen auf uns zu getreten, so dass wir beispielsweise die örtlichen Tafeln oder andere Einrichtungen unbürokratisch mit FFP2-Masken unterstützt haben.

 

Interview mit Constantin A. Tadao Biederbick, Hirsch Apotheke in Frechen

Wie haben Sie als Apothekeninhaber die Gratismaskenabgabe im Dezember 2020 in Ihrer Apotheke erlebt?
Die Kommunikation durch die Politik und die öffentlichen Medien war sehr unglücklich. Trotzdem habe ich pünktlich zum 15. Dezember mit der Abgabe gestartet. Da leider die Kollegen im Ort zum Stichtag keine Masken oder nur an Stammkunden abgaben war der »Run« auf meine Geschäfte unvorstellbar hoch. Meine Mitarbeiter sind am Ende der ersten Tage teilweise weinend nach Hause gegangen.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Dezember bezüglich Bestellungen, Nachbestellungen und Abgabe organisiert?
Chefsache. Ich habe mich persönlich darum gekümmert und hatte vorab mit einem Lieferanten alles abgesprochen.

Wie haben Sie die Kunden in dieser Zeit wahrgenommen? Gab es besondere Erlebnisse?
Stress. Stress. Stress. Teilweise waren die Kunden nicht gerade dankbar, es fand ein purer Verdrängungskampf statt. Aus Frust, wer zuerst dran ist, sind zwei ältere Herren sich auf meinem Parkplatz hinter dem Geschäft gegenseitig ins Auto gefahren. Erst der eine dem anderen, dann anders herum.

Wie haben Ihre MitarbeiterInnen die Maskenabgabe erlebt?
Emotional, motiviert, aber auch total gestresst.

Gab es Auseinandersetzungen mit anderen Apotheken?
Nein, eigentlich nicht.

Wie viele Masken haben Sie durchschnittlich im Dezember 2020 herausgegeben?
Die große Apotheke 10.000 Masken, die Filiale 4000.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Januar/ Februar 2021 organisiert?
Ich habe die entsprechende Menge Ende Dezember eingekauft und die einzeln verpackten Masken immer zu je sechs Stück zusammengefasst.

Sind im Januar/ Februar weniger Kunden als im Dezember wegen einer Gratismaske zu Ihnen gekommen?
Nein, im Gegenteil.

Erwarten Sie im Zuge einer FFP2-Maskenpflicht steigende Gratismaskenabgaben im Februar/ März?
Ja, hier ist eine deutliche Steigerung zu erkennen. Diese lässt sich jedoch noch nicht objektiv quantifizieren.

 

Interview mit Dr. Kai Christiansen, Angler-Apotheke in Steinbergkirche

Wie haben Sie als Apothekeninhaber die Gratismaskenabgabe im Dezember 2020 in Ihrer Apotheke erlebt?
Wir hatten am ersten Tag der Gratisabgabe ca. 500 Kunden mehr als sonst. Das war schon eine große Herausforderung für uns alle. Da wir aber rechtzeitig eine ausreichende Zahl an Masken bestellt hatten, waren wir gut aufgestellt und konnten sogar noch drei Kolleginnen und Kollegen mit Masken aushelfen, die in den ersten Tagen noch keine Masken vorrätig hatten. Die Zahl der Kunden blieb auch in den weiteren Tagen auf einem ähnlich hohen Niveau.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Dezember bezüglich Bestellungen, Nachbestellungen und Abgabe organisiert?
Da wir sehr rechtzeitig und in großer Zahl Masken eingekauft hatten, war eine Nachbestellung nicht nötig. Bei der Abgabe war zum Teil viel Rede- und Erklärungsbedarf, das hat alle MitarbeiterInnen in der Apotheke sowohl am HV als auch am Telefon extrem gefordert.

Wie haben Sie die Kunden in dieser Zeit wahrgenommen? Gab es besondere Erlebnisse?
Insgesamt haben die Kunden geduldig gewartet, sich an die Regeln gehalten und waren dankbar für diesen Service der Apotheke. In Fällen, in denen nicht wirklich eine Anspruchsberechtigung vorlag, weil zwar eine chronische Erkrankung vorlag, diese aber nicht in der Maskenverordnung aufgelistet war, gab es hier und da Diskussionen.

Wie haben Ihre MitarbeiterInnen die Maskenabgabe erlebt?
Das waren anstrengende Tage, in denen die Mitarbeiter auf ihre freien Tage verzichtet und Überstunden gemacht haben, um den »Maskenansturm« zu bewältigen. Alle waren aber auch stolz, dass wir diese Aufgabe mit einer solch kurzen Vorbereitungszeit so hervorragend gemeistert haben.

Gab es Auseinandersetzungen mit anderen Apotheken?
Nein, bei uns in Angeln gibt es ein sehr kollegiales Mit­einander, wir haben sogar gerade gemeinsam eine Anzeige in die Zeitung gesetzt, um unsere Kunden über die Januar- und Februar-Abgabe der Masken gemeinsam zu informieren. Man hat sich gegenseitig mit Bezugsmöglichkeiten und auch Maskenlieferungen ausgeholfen.

Wie viele Masken haben Sie durchschnittlich im Dezember 2020 herausgegeben?
Jeden Tag waren es mehrere Hundert Masken.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Januar/ Februar 2021 organisiert?
Da wir bereits im Dezember eine so große Zahl an Masken bestellt hatten, sind wir nach wie vor lieferfähig. Für die Abgabe im Januar und Februar haben wir abends nach Feierabend mit der ganzen Familie Tüten mit 6 FFP2-Masken gepackt, mit einem Hinweisaufkleber versehen und zur Kontrolle sogar gewogen. Da wurde abends in der Apotheke eine regelrechte Verpackungsstraße eingerichtet, damit am nächsten Tag wieder genug abgabefertige Tüten vorrätig waren.

Sind im Januar/ Februar weniger Kunden als im Dezember wegen einer Gratismaske zu Ihnen gekommen?
Da die Krankenkassen die Berechtigungsscheine nur nach und nach raus schicken, kann ich noch nicht abschätzen, wie hoch die Zahl der Masken im Januar und Februar sein wird.

Erwarten Sie im Zuge einer FFP2-Maskenpflicht steigende Gratismaskenabgaben im Februar/ März?
Ich würde mir wünschen, dass die Politik hier erneut die Apotheken mit einer solchen Abgabe beauftragt. Wir haben im Dezember bewiesen, dass wir das bewerkstelligen können. Bezugsberechtigte Personen wie zum Beispiel Hartz-IV-Empfänger sollten wie jetzt die über 60-jährigen mit Berechtigungsscheinen versorgt werden, die dann in den Apotheken vor Ort eingelöst werden können (Wurde von der Politik mittlerweile beschlossen, Anmerkung der Redaktion). Die Apothekerschaft steht für diese Aufgabe bereit.

 

Interview mit Nicola Kallmeyer, Marien-Apotheke in Pattensen

Wie haben Sie als Apothekeninhaber die Gratismaskenabgabe im Dezember 2020 in Ihrer Apotheke erlebt?
Seitens der Politik planungstechnisch als »Überfall«. Nach sehr unkonkreten Rundschreiben habe ich am 9. Dezember im Auto aus den Nachrichten erfahren, dass die kostenlose Maskenverteilung am 15. Dezember starten solle. Als es dann losging, habe ich es als PR-Aktion genutzt und selber im Pavillon vor der Apotheke gestanden und zusammen mit meinen Töchtern die Masken ausgegeben. Dabei ergaben sich viele nette Kundenkontakte. Gleichzeitig haben wir dabei andere Projekte unserer Apotheke mit beworben.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Dezember bezüglich Bestellungen, Nachbestellungen und Abgabe organisiert?
Mit einem großen Kraftakt. Noch vom Auto aus habe ich »vorsichtige« 600 Masken bestellt. Unsere sehr gut funktionierende Treuhand-ERFA-Gruppe tauschte sich dann abends intensiv über Whatsapp darüber aus, was zu tun sei. Um 23.58 Uhr habe ich dann weitere 10.000 Masken zum »alten« Preis bestellt. Leider konnte der Liefertermin nicht eingehalten werden. Am Wochenende haben wir die Aktion vorbereitet: Schilder gedruckt und laminiert, Pavillon und Stehtische vorbereitet, Desinfektionsmittel besorgt, Wegeführung mit Kreide eingezeichnet, Personalplanung/-aufstockung organisiert. Am 15. Dezember waren nach drei Stunden alle Masken reibungslos verteilt. Die Kunden waren mit der Abwicklung sehr zufrieden und der Betrieb in der Apotheke selbst wurde nicht gestört. Dass der Maskenvorrat an dieser Stelle erst mal erschöpft war, führte zu unschönen Kommentaren. Nach Feierabend habe ich mir 2000 Masken von einem ERFA-Kollegen geliehen, da meine Lieferung noch nicht eingetroffen war. Diese Masken wurden am nächsten Tag komplett verteilt. Abends war meine Ware dann endlich da, so dass wir am nächsten Tag dem Kollegen die geliehene Ware zurückgeben konnten. Weitere 5000 Masken wurden nachbestellt – Lieferzeit überschaubar, Lage entspannter.

Wie haben Sie die Kunden in dieser Zeit wahrgenommen? Gab es besondere Erlebnisse?
Es gab sehr viel positive Resonanz seitens der Kunden! Die Maßnahme seitens der Politik kam gut an. Durch gute Organisation bei der Verteilung ging alles sehr flott mit geringer Wartezeit. Zeitaufwändig war der bemerkenswert große Beratungsbedarf zum Thema Maske, den wir so nicht erwartet hatten.

Wie haben Ihre MitarbeiterInnen die Maskenabgabe erlebt?
Wir hatten in den ersten  Tagen mehr Kunden als üblich, da viele Kunden Maskenabholung und Rezepteinlösung verbunden haben. Dadurch empfanden die Mitarbeiter den Alltag als stressiger. Sie waren aber dankbar, dass die Maskenausgabe vom normalen Apothekenbetrieb weitgehend getrennt war, so dass sie nicht viel damit zu tun hatten. Nach fünf Tagen hatte sich der Ansturm soweit normalisiert, dass die Maskenabgabe im normalen Tagesgeschäft bewältigt werden konnte.

Gab es Auseinandersetzungen mit anderen Apotheken?
Nein, im Gegenteil. Wir haben uns gegenseitig mit Masken ausgeholfen, als es Lieferengpässe gab. Einziger Wermutstropfen: Es haben nicht alle Kollegen gleichmäßig an der Maskenverteilaktion teilgenommen, so dass es manche Apotheker vom Zeit-, Organisations- und finanziellen Aufwand mehr getroffen hat als andere. Das ist nicht nur unsozial, sondern es schadet auch dem Ansehen des Berufsstandes.

Wie viele Masken haben Sie durchschnittlich im Dezember 2020 herausgegeben?
Ca. 4500

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Januar/ Februar 2021 organisiert?
Wir sind, gestützt auf das Zahlenmaterial von Dezember, warentechnisch gut und passend bevorratet. Durch die bessere Organisation des Projektes seitens der Politik läuft jetzt alles rund und unproblematisch im normalen Apothekenbetrieb.

Sind im Januar/ Februar weniger Kunden als im Dezember wegen einer Gratismaske zu Ihnen gekommen?
Die endgültigen Zahlen liegen natürlich noch nicht vor, aber es zeichnet sich ab, dass wir im Verhältnis weniger Masken abgeben werden.

 

Interview mit Jens Dobbert, Apotheke Cottbuser Straße in Forst (Lausitz)

Wie haben Sie als Apothekeninhaber die Gratismaskenabgabe im Dezember 2020 in Ihrer Apotheke erlebt?
Durch unsere Vorbereitungsmaßnahmen waren wir in der Lage, den großen Ansturm zu bewältigen. Die Vorgehensweise wurde unter den Mitarbeitern im Vorfeld besprochen und so versucht, eine Strukturierung zu gewährleisten. Es gab einen separaten Abgabeplatz, also einen Kassenarbeitsplatz für die Maskenabgabe. Dies wurde jedoch nicht in jedem Fall wahrgenommen, da die Patienten auch Rezepte eingelöst oder andere Dinge gekauft haben. Der Ansturm war ziemlich groß, in den ersten Tagen bis 1000 Patienten am Tag. Nach den ersten Tagen ist es abgeflacht und hat sich eingespielt, nachdem mitgeteilt worden ist, dass wir ausreichend bevorratet sind. Die Patienten haben geduldig gewartet, die Abstandregeln eingehalten und alle Mitarbeiter waren hoch motiviert, die neu übertragene Aufgabe zu meistern.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Dezember bezüglich Bestellungen, Nachbestellungen und Abgabe organisiert?
Nach den ersten Anzeichen, dass der Minister die Maskenabgabe über Apotheken plant, wurden von uns die entsprechenden Masken geordert. Es gab eine Abgabe vor Ort und über Botendienst – gerade bei Patienten die schlecht zu Fuß sind. Die Abgabe wurde nicht auf Patienten mit einer Patientenkarte in meinen Apotheken begrenzt. Den Empfang mussten die Patienten mit Unterschrift quittieren. Nachbestellen mussten wir  nicht, da die Bevorratung und Bestellung entsprechend berechnet wurde.

Wie haben Sie die Kunden in dieser Zeit wahrgenommen? Gab es besondere Erlebnisse?
Die Patienten waren dankbar, dass sie die Möglichkeit bekommen haben, drei kostenlose Masken in Empfang zu nehmen. Auch waren sie sehr dankbar, dass sie durch das Apothekenpersonal zur Trageweise beraten worden sind.

Wie haben Ihre MitarbeiterInnen die Maskenabgabe erlebt?
Die Mitarbeiter haben diesen Ansturm in den ersten Tagen mit der nötigen Gelassenheit abgearbeitet. Unsere Mitarbeiter in den Apotheken nahmen die Herausforderungen gern an und bewältigten diese entsprechend souverän und zügig. Das hat sich auch zu Beginn der Pandemie in Bezug auf Desinfektion gezeigt.

Gab es Auseinandersetzungen mit anderen Apotheken?
Auseinandersetzungen gab es nicht. In meinem Ort war ich die einzige Apotheke, die im größeren Maßstab die Patienten versorgt hat. Kurzzeitig konnte eine Apotheke sich auch an der Versorgung beteiligen. Das ist aus meiner Sicht ein Manko der Verordnung, dass man einfach so Geld bekommen hat, ohne einen Nachweis über die Versorgung der Bevölkerung zu erbringen. Genau diese Kollegen, die im Dezember nicht in der Lage waren oder es womöglich nicht wollten, schalten heute große Anzeigen, verzichten auf die Eigenbeteiligung und geben noch Gratismuster dazu. Das kann es nicht sein.

Wie viele Masken haben Sie durchschnittlich im Dezember 2020 herausgegeben?
15.000 Masken wurden abgegeben – bis einschließlich 6. Januar 2021.

Wie haben Sie die Gratismaskenabgabe im Januar/ Februar 2021 organisiert?
Es sind entsprechend die 6er Packs vorbereitet worden. Die zwei Euro wurden kassiert und die Masken wurden mitgegeben. Eine Versorgung findet auch über den Botendienst statt. Dazu muss man aus meiner Sicht nichts weiter organisieren, da es zum Tagesgeschäft gehört. Die Berechtigungsscheine werden entsprechend abgelegt und digitalisiert, damit man bei einer Nachkontrolle aussagekräftig ist.

Sind im Januar/ Februar weniger Kunden als im Dezember wegen einer Gratismaske zu Ihnen gekommen?
Weniger Patienten waren es ab Januar nicht. Der große Ansturm wie am ersten Tag der kostenlose Ausgabe ist jedoch nicht eingetreten. Meine Patienten wissen, dass ich ausreichend bevorratet bin und daher kommen die Bezugsscheine nach und nach in der Apotheke an. Zumal ist die Versendung von Krankenkasse zu Krankenkasse sehr unterschiedlich.

 

05.03.2021
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